Tierheim Karcag (Kóbor Szívek Állatmentő)


Wir möchten die Gelegenheit nutzen und  das privat geführte Tierheim in Karcag/Ungarn vorstellen, mit welchem wir seit Sommer 2017 eine Kooperation haben.:

Das Tierheim wird geleitet von Frau Timea Nemes, einer ungarischen Tierschützerin, welche  auch schon einen nationalen Tierschutzpreis erhalten hat. Dieser Preis  ist aber leider „nur“ eine Ehre und mit keinerlei Hilfen für das Tierheim verbunden.  Timea ist seit über  11 Jahren im Tierschutz tätig, obwohl sie die gesamte Zeit über auch Vollzeit arbeitet.

 

Bereits im Jahre 2013/2014 wurde mit dem Ausbau des Tierheims in Karcag begonnen.
Bis  zum Sommer 2017 wurde die Einrichtung von einem Schweizer Förderer unterstützt, mit dem Traum, dort ein vollständig funktionales und zeitgemäßes Tierheim zu schaffen.

Dieser verstarb leider, so dass wir, als Verein, gerade zum richtigen Zeitpunkt da waren, denn weitere Unterstützung  vor Ort gibt es leider kaum und die paar wenigen Spenden sind der berühmte Tropfen auf den heißen Stein. Alles in allem eine schier ausweglose Situation

150 Hunde sind in Karcag selber untergebracht. Weiterhin befinden sich vor allem die Welpen
in privaten Notpflegestellen, da sie der Infektionsgefahr im großen Tierheim sonst schutzlos ausgeliefert wären und dort somit  kaum eine Überlebenschance hätten (private Pflegestellen zu finden, dauert in Ungarn oftMonate – da hilft auch kein Geld).

Darüberhinaus versorgt das Tierheim auch noch täglich die Tiere in der örtlichen Tötung mit Futter, da diesen Hunden ansonsten  so gut wie kein Futter zur Verfügung stünde.  In dieser Tötung wurde im Übrigen, dank der Arbeit des Tierheimes,

Seit gut 1 Jahr kein Hund mehr getötet. Sobald ein Tötungstermin angesetzt wird, übernehmen Frau Nemes und Ihr Team den entsprechenden Hund in ihre Obhut.  Dies führt aber auf der anderen Seite  zu einer chronischen Überfüllung der vorhandenen Zwinger und der Notpflegestellen und alles in allem gilt es somit insgesamt tagtäglich bis zu 300 Fellnasen satt zu bekommen. Die Alternative jedoch ist grausam – die Hunde würden getötet und da können die Mitarbeiter oftmals nicht nein sagen.

Das Tierheim selber befindet sich in einer stillgelegten, alten und maroden Fleischfabrik. Es ist kein Geld für bauliche Maßnahmen, wie z.B. neue Zwinger  vorhanden.

Mit unserer Beteiligung konnte dieses Jahr wenigstens  der ersehnte Hundefreilauf errichtet werden. Zudem halfen wir 14 Dächer auf Zwingern zu Bauen.  Viele Hunde leben aber trotzdem noch in dunklen, kaum zumutbaren Behelfszwingern, eine Situation, welche wir gerne ändern würden.

Weiterhin gibt es noch keinen Quarantänebereich für Neuankömmlinge und/oder für frisch operierte und verletzte Hunde. Die Räumlichkeiten dafür wären vorhanden – es fehlt aber  auch hier das Geld für den Umbau und die Einrichtung (Gitterboxen, Hygieneartikel, Desinfektionsmittel, Medikamente).
Momentan helfen sich hier die ungarischen Tierschützer oft gegenseitig, denn ohne diese Vernetzung, könnten diese absoluten Notfallhunde, welche meist schwerst verletzt sind,  nicht versorgt werden und würden an Infektionen sterben.

Darüber hinaushat die Station auch kein Auto mehr zur Verfügung. So müssen die Mitarbeiter z.B. mit ihren, meist auch uralten und klapprigen, Privatautos Rettungseinsätze für Streuner fahren. Steht ein solcher Rettungseinsatz an, wird Frau Nemes meist aus der Bevölkerung darüber informiert, wo sich der entsprechende Notfallhund befindet und jemand vom Kernteam fährt dann mit dem privaten PKW hin,

Um den Hund im Idealfall dort einzufangen oder abzuholen und diesen dann ins Tierheim in Sicherheit zu bringen und/oder medizinisch versorgen zu lassen. Solche Einsätze stehen im Schnitt  mehrmals täglich auf der Tagesordnung.

Da es an finanziellen Mitteln fehlt, können auch kaum zusätzlich  Gehälter an Arbeiter bezahlt werden. Die Gemeinde bezahlt zwar 2 Helfer, was aber in Anbetracht der vielen Hunde viel zu wenig ist. Das eigentliche Kernteam besteht aus lediglich 3 Personen, welches die gesamten Abläufe  ehrenamtlich in der Freizeit schultern muss.

Wir unterstützen das Tierheim in Form von Sachspenden, vor allem Futter, Spendenaufrufen für z.B. die Behandlung kranker Tiere, Verbesserung der Infrastruktur sowie mit Vermittlungshilfe.
Ebenfalls ist unsere Hüterin der verlorenen Seelen vor Ort immer für Hilfe da.