Ungarische Rassen


Der Kuvasz

Der KuvaszDer Name Kuvasz stammt, wie die Hunde ursprünglich auch, aus dem türkisch-asiatischen Raum von dem Wort Kawass oder Kawash, das so viel wie bewaffneter Sicherheitswächter oder Bogenschütze heißt. Bei Ausgrabungen im alten Sumer fand man Tontäfelchen, auf denen neben ökonomischen Aufzeichnungen auch ähnliche Hunde abgebildet und mit KU-AS-SA bezeichnet sind. Die moderne Forschung hat die enge Verwandtschaft des Kuvasz zur Tibetdogge und über sie die Herkunft von den Molossern bestätigt. Um die Wölfe, Bären, Raubkatzen und Räuber erfolgreich von den Herden fernzuhalten, waren Mut, Klugheit, Kraft, körperliche Gewandtheit und Zähigkeit Voraussetzung, denn ohne dies gab es kein Überleben.

Der Kuvasz ist mit seinen bis zu 76 cm Widerristhöhe und bis zu 62 kg Gewicht ein beeindruckender Hund. Neben dem ausdrucksvollen Gesicht fällt der Kuvasz auch durch sein starkes, muskulöses, dennoch elegantes und damit harmonisches Gesamtbild auf. Das Haarkleid ist in aller Regel weiß und zumeist gewellt bis lockig. Auffallend sind auch die dunklen, wachsamen Augen sowie die schwarze Pigmentierung an Nase und Lefzen.

Wer sich von dem Bild des „weißen Riesen“ beeindruckt zeigt und ihn hauptsächlich deswegen anschaffen will, ist nicht gut beraten. Als Herdenschutzhund ist der Kuvasz eher ein selbständig agierender Wachhund. Diese Rasse hat Temperament und entwickelt sich am besten da, wo ihr natürlicher Instinkt des Wachens und Schützens nicht brachliegen muss. Ideal als Revier ist ein Haus mit Gartengrundstück, welches er bewachen kann.
(Quelle: Wikipedia, Kuvasz)


Der Pumi

PumiDer Pumi ist ein ungarischer terrierähnlicher Treibhund. Die Wurzeln dieser Rasse liegen vermutlich im 17. Jahrhundert, als deutsche und französische Merinoschafherden mit den dazugehörenden terrierartigen Treibhundschlägen nach Ungarn gelangten. Aus deren Kreuzungen mit dem Puli entstand der Pumi. Wegen seiner Arbeitsleistung wurde der Hund schnell beliebt.

Die Rasse wird Ende des 18. Jahrhunderts erstmals offiziell erwähnt, allerdings noch nicht nach Puli und Pumi differenziert. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts wurden beide Rassen getrennt, bis etwa 1920 wurde der Pumi noch als westungarischer Puli beschrieben, ab 1924 als eigenständige Rasse anerkannt. Mit einer Schulterhöhe bis 47 cm und 15 kg Gewicht gehört der Hütehund zu den mittelgroßen Hunden. Grobes nicht zu drahtiges Deckhaar, wellig, lockig mit weicher Unterwolle kennzeichnen ihn.

Unterschiedliche Farben kommen vor und sind im Rassestandard anerkannt. Der Pumi hat aufgerichtete, stehende Ohren, die v-förmig sind. Das obere Ohr neigt sich nach vorne. Im Wesen machen sich seine Terriervorfahren bemerkbar: er ist lebhaft und kühn und bellt viel. Der Pumi ist sehr aufmerksam und intelligent, Fremden gegenüber ist er misstrauisch. Er ist immer aktiv und braucht daher sowohl eine konsequente Erziehung als auch eine effektive Auslastung.
(Quelle: Wikipedia, Pumi)


Der Puli

PuliDas heute noch geflügelte Wort, „ez nem kutya, hanem puli“ auf Deutsch „es ist kein Hund, es ist ein Puli“ drückt die Verbundenheit vieler Ungarn mit „ihrem“ Puli aus.
Eine typische, meist bodenlange Schnüren- Behaarung ist Rassenmerkmal und auffälligstes Kennzeichen der bis 45 cm großen (Widerristhöhe) und bis zu 14 kg schweren Pulik. Dieses Haarkleid bildet sich über einen Zeitraum von 1 bis 2 Jahren nach Ablegen des flauschigen Welpenfells, wenn feine Unterwolle und gröbere Deckhaare miteinander verfilzen. Hat das Fell – genetisch bedingt – die richtige Mischung aus gröberem Deckhaar und feinerer Unterwolle, verfilzt nicht das gesamte Deckfell zu einer Planke (Platte), sondern fällt bei nur wenig Pflege durch die Halter in dünnen Schnüren oder Bändern.

Selbstständig, willensstark, wachsam, mutig und laut bellend verteidigen diese ursprünglichen Arbeitshunde in ihrer Heimat Ungarn die ihnen anvertraute Herde oder ihr Territorium und sind dabei fremden Menschen und Tieren, auch anderen Hunden gegenüber misstrauisch. Sie sind beweglich, schnell, lernbegierig und ausdauernd. Als Gebrauchshunde arbeiten Pulik als Hütehunde für Kleintiere, Borstenvieh und Geflügel, die Herden in der Größe von Hunderten von Tieren zusammenhalten können. Daher auch das ausgeprägte Treibverhalten mit Fixieren, Beißen in die Fersen und Verbellen. Als Haushund ist ein Puli ein treuer Begleiter, der auch seine menschliche Familie und deren Grundstück mit größter Aufmerksamkeit bewacht.
(Quelle: Wikipedia, Puli)


Der Magyár Viszla

Magyar_ViszlaDie Rasse Magyar Vizslá entstand Anfang des 20. Jahrhunderts. Jedoch bereits die Magyáren brachten einen solchen Hundetyp aus Asien mit, als sie im 9./10. Jahrhundert das Karpatenbecken besiedelten. Die goldene Farbe hat den Zweck einer Tarnfarbe in den Steppen und Getreidefeldern. Die Vorfahren dieser Hunderasse verschwanden im 19. Jahrhundert immer mehr, als Pointer, Setter und Vorstehhunde in Mode kamen. Etwa um 1920 besann man sich auf den alten Jagdhundtyp und begann den Bestand zu registrieren.

Am 29. Mai 1920 wurde die „Ungarische Vizslá-Züchtervereinigung“ gegründet, die diesen Hund züchterisch betreut. 1936 wurde die Rasse von der FCI anerkannt. Nach weiteren Rückschlägen durch die Weltkriege gewann der Vizslá immer mehr Liebhaber. Mittlerweile sind die Rassebestände gesichert. Bei der Jagd wird der Magyar Vizslá universell eingesetzt, er ist ein hervorragender Schweißhund, apportiert gerne mit weichem Fang, er vereint die Vorzüge eines Windhundes, Ausdauer und Schnelligkeit, mit Spur- und Fährtensicherheit. Er ist ausgesprochen lernwillig. Seine Menschenfreundlichkeit, seine Sensibilität und Anhänglichkeit verbieten die Zwingerhaltung. Bei ausreichender Beschäftigung kann er als Familienhund gehalten werden.
(Quelle: Wikipedia, Viszla)

 

 

 


Der Komondor

komodorDer Komondor hat einen robusten Körper und wird bis 80 Zentimeter groß und 60 Kilogramm schwer. Sein verfilztes, zottiges, durchweg dichtes langes Haar ist elfenbeinfarben. Das auffälligste Rassemerkmal und Kennzeichen des Komondors ist sein Fell, das große Ähnlichkeiten mit dem Fell des Pulis und des Bergamasker Hirtenhundes aufweist. Der Betrachter kann weder die Augen noch die Ohren des Komondors sehen, wodurch die Beurteilung des Gemütszustandes des Hundes erschwert wird.

Das Fell besteht aus weißer Unterwolle und weißen Deckhaaren, die breite bandartige Verfilzungen oder Schnüre bilden. Die weiche Unterwolle fällt nicht aus, vielmehr verfilzt sie mit dem längeren, härteren, krausen Deckhaar. Die Bänder oder Schnüre können bis zum Boden herabhängen und entstehen durch eine jahrelang andauernde Verfilzung. Sie sind fest und schwer, ihre Ausformung dauert drei bis vier Jahre. Das Fell schützt den Komondor sowohl vor Kälte als auch vor angreifenden Feinden. Die typische Behaarung des Komondors war bis ca. 1900 der Platten- oder Bänderbehang, dieser ursprüngliche Felltyp wird auf ungarisch nemezes bezeichnet.

Der Schnürenbehang (zsinoros) verbreitete sich zunehmend in den letzten 100 Jahren und wird von manchen Fachleuten auf eine einmalige Einkreuzung einer anderen Rasse zurückgeführt. In frühen Beschreibungen kommen Schnüre weder beim Puli, noch beim Komondor vor. Den Bergamasker Hirtenhund – ihren engen Verwandten – charakterisiert bis heute das bandartig gezottelte Fell. Der Komondor ist solide gebaut, besitzt gut ausgebildete Muskeln und schwere Knochen. Weitere Kennzeichen sind Schlappohren, dunkle, mandelförmige Augen, eine schwarze Nase und eine dunklergrau bis schwarz pigmentierte Haut. Seine dichtbehaarte Rute ist niedrig angesetzt, nach unten gerichtet und an der Spitze leicht nach oben gebogen; im Erregungszustand erhebt sie sich nicht über die Rückenlinie.
(Quelle: Wikipedia, Komondor)


Der Mudi

mudiDer Mudi ist ein enger Verwandter von Pumi und Puli. Er ist der Universalhund der Kleinbauern und Hirten Ungarns. Bis ins 19. Jahrhundert waren die Unterschiede dieser Rassen nicht so markant wie heute, selbst die Rassebezeichnungen wurden nicht eindeutig gehandhabt. Vermutet wird, dass dieser Hundetyp aus der Vermischung ungarischer Hütehunde mit kleinen deutschen Schäferhunden (Altdeutsche Hütehunde) wie Schäferspitz, Schafpudel oder Pommernspitz entstand, die die im 18. Jahrhundert nach Ungarn eingewanderte Deutschen, die Donauschwaben, mitbrachten. Ein weiterer Verwandter ist der sehr ähnlich aussehende Kroatische Schäferhund (Hrvatski ovčar). Erst 1936 wurde der Mudi endgültig beschrieben, und er bekam den eindeutigen Namen zugewiesen. Das Zuchtbuch ist auch heute noch offen, das heißt, dass immer noch Hunde dieses Typs, ohne Papiere, ins Zuchtregister aufgenommen werden. Der Mudi wird bis zu 47 cm groß und 13 kg schwer. Er ist ein schön proportionierter Hund, stehohrig, mit mehr oder weniger stark gewelltem oder gelocktem Haar.

Die häufigste Farbe ist schwarz, es kommen aber auch andere Farben vor wie z. B. blue-merle, aschfarben, braun, blond, weiß. Das Fell ist hirtenhundtypisch wetterfest und pflegeleicht. Das Einsatzgebiet des Mudis ist universell und reicht vom Treiben von Vieh jeder Größe über das Hüten bis zum Bewachen von Haus und Hof. Auch zur Treibjagd auf Wildschwein wurde er eingesetzt. Als Familienhund braucht der Arbeitshund unbedingt Beschäftigung. Er ist sehr gelehrig und eignet sich für alle Hundesportarten und viele andere Aufgaben. Auch als Rettungshund ist er geeignet. Ebenso ist er ein idealer Begleithund für Reiter, da er sehr lauffreudig ist. Unterbeschäftigt neigt er dazu, apathisch oder aggressiv zu werden. Als Treibhund arbeitet er im Gegensatz zum Border Collie nicht mit dem Blick, sondern treibt das Vieh mit viel Stimme. Er kann sowohl mit schwierigen Rinderherden umgehen als auch mit Schweinen und heute hauptsächlich mit Schafen. Dabei ist er durchsetzungsstark und selbständig, wo es nötig ist, aber auch vorsichtig und behutsam, wenn angebracht.
(Quelle: Wikipedia, Mudi)


Der Magyár Agár

magyar_agarDer Magyár Agár ist eine bodenständige Jagdhunderasse, die den Windhunden zugeordnet wird. Sein Ursprung ist bis zur Zeit der Eroberung des Landes durch die Magyáren, ein altes Reitervolk, das ursprünglich nomadisierend in den Steppengebieten des Ural zu Hause war, zurückzuverfolgen. Um die Schnelligkeit zu erhöhen wurden im 19. Jahrhundert weitere Windhundrassen mit eingekreuzt. Seit 1966 ist der Magyár Agár als eigenständige ungarische Rasse von der FCI anerkannt. Bis zu 70 cm großer Windhund mit kurzem dichtem und rauem Haar, das glatt anliegt.

Im Winter kann sich dichte Unterwolle in beträchtlicher Menge ausbilden. Alle Farben, die auch bei anderen Windhunden vorkommen. Alle Verdünnungen, d.h. Blau und Schokobraun sind nicht erlaubt, ebenso Black and Tan. Die Ohren sind recht groß, von dicker Struktur, mittelhoch angesetzt und schmiegen sich als gut getragenes Rosenohr am Hals an. Der Magyar Agar ist etwas kleiner als der Greyhound, dabei stämmiger, mit kräftigem Körperbau und starken Knochen, ohne schwer zu wirken. Er besitzt einen breiten Kopf mit ausgeprägten Backen, einer geraden Rückenlinie und großen kräftigen Pfoten. Sein Wesen ist treu, folgsam, leichtführig, zäh, ruhig zu Hause und aktiv im Gelände. Dieser Hund ist aufgeweckt und intelligent. Der Agar passt sich den Lebensgewohnheiten der Besitzer an. Er ist für Familien genauso geeignet wie für sportlich ambitionierte Menschen. Im Gelände kann er seinen Jagdinstinkt ausleben.
(Quelle: Wikipedia, Magyar Agár)


Die ungarische Bracke (Erdélyi Kopó)

ungarische_brackeDer Erdélyi Kopó ist eine von der FCI anerkannte Hunderasse aus Ungarn, Die Übersetzung des Wortes Erdélyi aus dem Ungarischen heißt siebenbürgisch, das Wort Kopó verweist auf einen Laufhund. Die Rasse entstand in Siebenbürgen aus einem an das Klima und die Region der Karpaten angepassten, sehr alten Rassentyp. Im Mittelalter war der Vorläufer der heutigen Siebenbürger Bracke ein sehr beliebter Jagdhund für die adlige Jagd.

Die Siebenbürger Bracke entstand gegen Ende des 19. Jahrhunderts, zu einer Zeit, als Siebenbürgen zu Ungarn gehörte, aus der Vermischung schwarzer Bracken, die in der Form nicht mehr existieren, mit siebenbürger Jagdhunden. Es gab sie als hochläufige und als niederläufige Form. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war die Rasse so gut wie ausgestorben. Mit verbliebenen Exemplaren wurde die Zucht 1963 wieder aufgenommen. Ungarische Kynologen sammelten erhaltene Exemplare der Rasse und bauten sie auf dieser Basis neu auf. Die Rasse wurde 1963 durch die FCI anerkannt. Mittlerweile ist die Rasse in Ungarn und Rumänien (als Copoi Ardelenesc) nicht mehr selten, es existiert allerdings nur noch die hochläufige Form.

Der Erdélyi Kopó wird bis 65 cm groß und mindestens 25 kg schwer. Der ganze Körper, auch der untere Teil des Bauches, ist mit kurzem, dichtem, geradem, gut am Körper anliegendem grobem Haar bedeckt. Die Grundfarbe der Hunde ist schwarz mit loh am Fang und an den Läufen. Die Rute ist leicht aufwärts gebogen und wird bei Erregung über der Rückenlinie getragen. Die hängenden, mittelhoch angesetzten Ohren liegen ohne Falten eng an den Backen an, nach vorne gelegt bedecken sie kaum die Augen.
(Quelle: Wikipedia, Ungarische Bracke)