Slowakei im März 2017


Für 13 Fellnasen, groß und klein, jung und alt, beginnt ein neues Leben!

Und auch 13 Stunden waren es, die wir bei der Fahrt im Auto saßen. Je näher wir der ländlich gelegenen Stadt Kezmarock kamen, desto kälter wurde es, aber die Landschaft dafür umso schöner. Die Sonne schien als wir im Tierheim ankamen und Simona uns herzlich begrüßte.

Eine Frau, die meinen vollen Respekt verdient hat und mir sofort sympathisch war. Man spürte und sah wie sie die Tiere liebt und alles in ihrer Macht stehende für sie tut. Und die Hunde und Katzen mögen Simona.

Rund 20 kleine Hunde, vor allem Welpen, laufen frei im vorderen Teil des Tierheims herum, spielen miteinander oder genießen die Sonne. Und dort wo Simona ist, dort sind natürlich auch die meisten Hunde.

Im zweiten Teil wird es laut. Zwinger für Zwinger warten eine oder mehrere Fellnasen darauf endlich raus zu dürfen.  Manche von ihnen sind verletzt, andere zeigen an ihrem Verhalten, dass das Leben im Zwinger seine Spuren hinterlässt und andere sind ganz still oder kommen gar nicht erst ans Gitter.

So oft wie möglich dürfen die Hunde auf einer eingezäunten Wiese hinter dem Tierheim rennen, schnüffeln, spielen und toben. Auch wir holten Einige raus, spielten mit Ihnen und machten Fotos. Die Freude, die man Ihnen ansehen konnte, als sich die Leine auf der Wiese löste, war unbezahlbar.  Und die meisten von ihnen wollten natürlich am liebsten auch nicht mehr rein.

Doch was mir am meisten im Kopf hängen blieb war, dass es den Hunden im Vergleich zu manch anderen Tierheimen richtig gut geht. Jeder hat seinen eigenen Napf, jeder hat eine kleine Hütte, die Zwinger werden so gut es geht vor der Witterung geschützt, die Hunde bekommen genug Futter und werden so oft wie möglich raus gelassen.  Die Welpen haben Spielzeug, dürfen miteinander spielen und das Sozialverhalten lernen. Sie werden tierärztlich versorgt und vor allem aber geben Simona, ihr Freund und ihre Mutter ihnen so viel Liebe wie sie nur können.

Was mich auch beeindruckte war, dass immer wieder, während wir im Tierheim waren, Leute kamen und Hunde zum Spaziergang abholten oder wieder brachten. Auf den Straßen sahen wir Leute mit Hunden an der Leine, die fröhlich spazierten und Sitz oder Platz machten.

Natürlich ist das Leben im Tierheim hart, vor allem im Winter. Und natürlich ist nicht immer alles super, aber es wird getan was nur möglich ist, um es so schön wie möglich zu machen.

Ich fühlte mich Wohl und bin froh einen kleinen Teil zu dieser wichtigen Arbeit im Tierschutz beitragen zu können und zu dürfen.

Ich möchte nur „Auf Wiedersehen“  … und…  „Danke“ sagen:

… An Simona, ihren Freund und ihre Mutter, die uns alle herzlich aufgenommen haben, sich so liebevoll um die Tiere kümmern und für ihre unglaubliche Gastfreundschaft. D’akujeme !

…An alle Adoptanten und Pflegestellen, die den Fellnasen ein neues Leben oder einen Start in ein neues Leben ermöglichen.

… An das gesamte Team vom Paradies für Tiere, die mir diese Fahrt und vor allem diese  Erfahrung ermöglicht haben und vor allem an Anette und Ulli, für die tollen Gespräche und die vielen Eindrücke in die Arbeit im Tierschutz.