Reisetagebuch Kunhegyes 03.Mai 2016


Überall Hunde in Kunhegyes

Auch heute waren wir den ganzen Tag unterwegs und sind Abends in Kunhegyes angekommen. Deswegen haben wir uns entschieden erst morgen früh zur Station zu fahren, im Dunkeln können wir dort eh nicht viel ausrichten.

Also erst einmal Taschen in die Ferienwohnung gebracht und unsere Hunde geschnappt um ein wenig die Beine zu vertreten. Der Spaziergang war sehr erholsam, die Temperaturen sind freundlicher als in den vergangenen Tagen in Deutschland. Auf dem Rückweg durch Kunhegyes sind uns wieder die vielen Hunde in den Gärten und Höfen aufgefallen. Es ist furchtbar zu sehen, wie die Tiere an Ketten festgebunden sind, in kleine Zwinger gepfercht werden oder einfach nur verloren im Garten sitzen. Wenn man sich jetzt noch überlegt, dass die Mehrheit dieser Fellnasen nicht kastriert ist, erklärt es sich ganz schnell, warum das Elend der Streuner kein Ende nimmt.

Wir sind froh einer der drei Tierschutzvereine zu sein, die bei der großen Futter- und Kastrationsaktion des Tierschutz-Shops mitmachen dürfen. Wir halten alle Daumen, dass wir die vier Spenden-Etappenziele erreichen und von dem Futtermittelhersteller Bosch viele Tausend Euro für Kastrationsaktionen gespendet bekommen. Ohne Kastrationsprogramme ergeht es uns Tierschützern wie Sisyphus, dessen Arbeit niemals erledigt sein wird – und der immer wieder von vorne anfangen muss.

In diesem Sinne, schlaft gut!

Iris und Selina

Wenn man etwas erstrebt und bei der Wurzel anfängt, so vergehen kaum vierzehn Tage, und man hat es. Wenn man aber nach etwas strebt und beim Wipfel beginnt, so macht man sich vergebliche Mühe.
―Lü Buwei