Reisebericht Mai 2017 von Nora


Dank meinem Schulprojekt lerne ich Paradies für Tiere genauer kennen. Ein riesen Glück, denn nun übernehmen wir in der Schweiz die Vermittlungen. Die Idee für dieses Projekt hat mein Hund „Benji“ geweckt, denn wir von Paradies für Tiere aus Kunhegyes adoptiert haben.

Spontan habe ich der Iris vor längerer Zeit ein Mail geschrieben mit der Hoffnung, einmal mit nach Ungarn oder in die Slowakei fahren zu dürfen. Wir haben sehr freundliche Telefonate geführt. Die Iris ermöglichte mir eine Reise mit ihr und der Annette in die Slowakei- Kezmarock am 4-7. Mai.

 

Tag 1

Eine spannende Reise geht los. Ich darf bei der Iris übernachten, sodass ich nicht inmitten der Nacht auf zwei Uhr morgens zur ihr fahren muss.

Nach 13 Stunden Fahrt ohne Hindernisse kommen wir in Kezmarock an. Eine sehr hübsche kleine Stadt. Wir checken in der Pension ein und machen uns für das Tierheim bereit. Ich bin sehr gespannt, ob es den Bildern im Internet entsprechend ist.

Die Simona und ihre Mutter erwarten uns schon und begrüssen uns mit ihren etwa 15 Hunden im Vorderraum des Tierheimes herzlich. Sehr sympathische und eindrucksvolle Frauen, welche mit einem Tierpfleger das ganze Tierheim alleine managen. Im Tierheim leben etwa 130 Hunde und sehr viele Katzen. Die einen in Zwingern und kleinere, welche Probleme haben oder der Simona persönlich gehören, haben das Glück im „Vordergarten“ die Sonne zu geniessen und rumzutoben. Nach der Begrüssung gibt es Kaffee und feine Fotzelschnitten. Alzbeta, Simonas Mutter, kocht und bäckt leidenschaftlich gerne und wir dürfen dies ausführlich geniessen.

Wir machen uns bekannt und die Simona zeigt sie mir den eigentlichen Teil des Tierheimes.

Es ist erschreckend, wie viele Hunde gedankenlos in einem Tierheim landen.

Jeder einzelne hat es verdient, ein schönes zu Hause zu bekommen und die Liebe der Menschen zu spüren, doch nur wenigen dürfen dieses Glück erfahren. Die Hunde haben ein grosses Glück bei der Simona zu leben. Es gibt ausreichend Futter, für jeden einen Zwinger mit Decken. Sie dürfen auf die Auslaufwiese um sich auszutoben und den Kontakt mit Menschen üben. Ohne Spenden und die Unterstützung der Tierschützer wäre dies nicht möglich.

Die Simona erzählt uns schreckliche Geschichten und Annette übersetz. Langsam neigt sich der Tag zu Ende, und wir machen uns auf den Weg in die Pension. Nach dem Abendessen lege ich mich müde und voll ergreifenden Eindrücken in die Federn. Die Gedanken kreisen noch ein wenig und dann schlafe ich ein.

 

Tag 2

Es ist acht Uhr morgens. Wir machen uns fertig für das Frühstück und kurz danach geht es los ins Tierheim, bereits fertig gepackt, sodass wir am Abend nicht mehr in die Pension zurückmüssen. Wir nutzen den Tag und schenken den Hunden viel Streicheleinheiten, menschliche Wärme und nötige Pflege. Der Tag vergeht im nu. Wir bereiten acht Hunde für den Transport vor, suchen die passenden Geschirre, holen sie aus den Zwingern und führen sie in die Boxen. Lautes Gebell begleitet unser Tun. Alle wollen mit. Es fällt mir nicht leicht, all die anderen Fellnasen zurückzulassen. Nach dem liebevollen Abschied machen wir uns reich beschenkt auf die 13 Stündige Heimreise, welche nicht wie geplant ablaufen wird.

 

Tag 3

Dank einer Panne um ein Uhr morgens, bei welcher wir fast auf der Autobahn übernachten müssen und einer “pingeligen“ Grenzkontrolle um 4 Uhr morgens, kommen wir mit drei Stunden Verspätung auf der Raststätte in Ulm an. Hier warten zwei gespannte Adoptanten auf ihre neuen Schützlinge. Ich habe das Glück und darf mit einem der Adoptanten nach Winterthur fahren und verabschiede mich müde und auch traurig in Ulm von der Iris und der Annette.