Mischlingshündin Ledi sucht ein Zuhause


Ihre wunderschönen Augen spiegeln die Last der vergangenen Jahre wieder und wir wollen hier ihre tragische, aber nicht unübliche Lebensgeschichte erzählen.

Ledi war in „ihrem“ Dorf ein vertrauter Anblick, streunte sie doch Tag für Tag, Woche für Woche, bei Wind und Wetter, Schnee und Regen durch die Straßen. Ihre Besitzer waren Roma, die sich überhaupt nicht um Ledi kümmerten. Sie hatte weder eine Hundehütte, noch eine kleine Ecke zum Schlafen bei ihren Menschen. Es wurde einige Male versucht sie einzufangen, so auch im November vergangenen Jahres, als Ledi über den örtlichen Friedhof streunte. Leider wieder ohne Erfolg. So verbrachte die tapfere Hündin den Winter im Freien, ungeschützt und frierend auf dem kalten Boden schlafend.

Zwei Monate später wurde sie wieder gesichtet, diesmal mit Welpen im Schlepptau. Gizi und Agnes suchten nun täglich nach Ledi und im Februar hatten sie endlich Glück. Agnes saß im Auto und konnte die flinke Hündin nach Hause – wenn man es denn ein Zuhause nennen will – verfolgen. Agnes betrat das Haus und wurde von einem betrunkenen Mann begrüßt. Auf Ledi angesprochen meinte er nur lapidar, dass Agnes die Hündin gerne mitnehmen könne. Sie hätte die vergangenen Jahre jedes Jahr zweimal Junge gehabt, das gehe ihm auf die Nerven. Natürlich erkundigte Agnes sich nach den Welpen, die ihrer Schätzung nach erst wenige Wochen alt sein konnten. Leider hatte man Ledi ihren Nachwuchs bereits weggenommen und verschenkt. Mit Sicherheit wurden die Kleinen ihrer Mutter viel zu früh entrissen und wir hoffen inständig, dass es allen gut geht und sie überleben werden.

Nachdem Agnes die Hündin nun aus nächster Nähe betrachten konnte, fiel ihr eine schlimme Entzündung an Ledis linkem Auge auf. Die habe sie schon seit zwei Jahren, der Hund sei alt und habe ausgedient wurde ihr mitgeteilt. Agnes lies sich nicht zweimal bitten und packte Ledi in ihr Auto und brachte sie zu Gizi. Natürlich wurde Ledi am darauffolgenden Tag sofort zum Tierarzt gebracht, der ihr das Auge operieren konnte. Zum Glück handelte es sich lediglich um eine entzündliche Stelle im Augenlid, d.h. der tapferen Maus geht es wieder gut.

Ledi hat eine stabile, ruhige und vorsichtige Art. Sie verträgt sich hervorragend mit Hunden, Katzen und Kindern, sucht aber nicht unbedingt den Kontakt zu Artgenossen. Vermutlich hat sie gelernt alleine klarzukommen, Hündinnen mit Nachwuchs bleiben, aus Sorge um ihre Welpen, eher für sich.

Diese phantastische Hündin, eine Überlebenskünstlerin ohnegleichen, sucht Menschen, auf die sie sich verlassen kann. Ein Zuhause, in dem sie ankommen darf und man sie zu ihren eigenen Bedingungen kommen lässt. Vor allem aber braucht diese tapfere Maus endlich den Zweibeiner, der ihr die unendliche Last der vergangenen Jahre von den Schultern nimmt, so dass sie sich anlehnen und ausatmen kann und einfach Hund sein darf.

Wer öffnet sein Haus und sein Herz für diese alte Seele? Ledi kennt weder Spiel noch Spaß und ist nichts für Menschen, die mit ihrem Vierbeiner Bälle werfen wollen. Wer aber eine Hündin sucht, die mit beiden Pfoten fest auf dem Boden steht, die bereit ist ihr Herz zu verschenken und für Ihre Zweibeiner durchs Feuer zu gehen, der sollte sich schnell bei uns melden.

Ledi reist kastriert, Tollwut geimpft, entwurmt, mit Identifikations-Chip und EU-Heimtierausweis.

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