Gnadenhaus Kovacs


Die Erfolge – ein Resümee

Seit August läuft das Projekt Gnadenhaus Kovacs und vieles hat sich seitdem getan. Zur Erinnerung: Das  Gnadenhaus wird von Gizi Kovács und László Lörinc betrieben. Das Paar hat über 50 Hunde in seinem Haushalt, die meisten Tiere sind ehemalige Straßenhunde oder wurden aus der Tötungsstation gerettet.

Als wir im Frühsommer des Jahres auf das Gnadenhaus Kovacs aufmerksam wurden, hatten die Hunde zwar ein Dach über dem Kopf und waren in Sicherheit, doch mangelte es an allen Ecken und Enden. Die privaten Mittel von Gizi und László reichten nur für das Notwendigste – Futter. Und selbst das wurde manchmal so knapp, dass einfach bergeweise Nudeln für die Hunde gekocht wurden. Akute medizinische Behandlungen wurden sich vom Munde abgespart und die Situation war zum verzweifeln.

Ersthilfe und Tierpatenschaften

Um die akute Not zu lindern, schickten wir 800 kg Futter aus der Futter- und Kastrationsaktion nach Tábióbicske. Zusätzlich stellten wir dringend benötigte Hundebetten, sowie Pflege- und Hygieneartikel zur Verfügung.

Um die Versorgung mit Futter auch in Zukunft zu sichern, wurde eine erfolgreiche Patenaktion von Sandra Unger gestartet: Futterpaten spenden einen Mindestbetrag von € 10 im Monat und gewährleisten damit, dass ihr Patenhund immer genug zu essen hat. Insgesamt haben 20 glückliche Fellnasen einen Tierpaten gefunden. Auch die kleinen und großen Patenpakete, die uns für den einen oder anderen Vierbeiner geschickt werden, gehen regelmäßig mit dem Transporter nach Ungarn. Wir sind sicher, dass die Hunde sich sehr über tolle Kauknochen, Leckereien, Decken und Spielsachen freuen.

Doch nicht nur für die Hunde wurde gesammelt. Im Rahmen des Projektes wurden wir auf eine Nachbarsfamilie aufmerksam, die mit ihren zwei Kindern in Armut lebt. Für die Kinder haben wir Kleidung gesammelt und mitgeschickt – Ehrensache! Es bedarf so wenig, um einem kleinen Menschen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.

Ein besseres Hundeleben

Durch die Unterstützung des Paradies für Tiere bekam das Gnadenhaus Kovacs endlich die Ressourcen frei, um sich einen langersehnten Traum zu erfüllen: Die Ausbesserung des Grundstücks am Haus. Jahrelang mussten Zwei- und Vierbeiner bei schlechtem Wetter durch Matsch laufen und mit feuchten, dreckigen Pfoten leben. Mit der Anschaffung und der eigenhändigen Verlegung von Wegsteinen wurde dem ein für alle Mal ein Ende gesetzt. Zusätzlich wurde eine feste Plane als Regenschutz befestigt. Endlich können sich die grossen Hunde mit langem Fell auch bei schlechtem Wetter im Vorgarten aufhalten und dort in trockenen Hundehütten schlafen. Dies schafft mehr Raum im Haus für die Hunde, die zu jung, zu alt, zu krank oder auch einfach für die Freihaltung nicht geeignet sind.

Vermittlung von Hunden aus dem Gnadenhaus Kovacs

Viele Hunde im Gnadenhaus sind schlicht nicht vermittelbar, weil sie zu alt und/oder zu krank sind. Zudem möchten Gizi und László sich sicher sein, dass es ihren Schützlingen gut geht. Deswegen konnten sich die beiden zunächst keine Adoption ihrer Fellnasen nach Deutschland, Österreich oder in die Schweiz vorstellen. Durch den engen Kontakt der letzten Monate und nicht zuletzt aufgrund unseres Einsatzes, konnten wir Gizi und László davon überzeugen, dass das Paradies für Tiere ein seriöser Tierschutzverein ist. Sie haben verstanden, dass wir uns alle Mühe geben werden, ein sicheres und liebevolles Zuhause für jeden einzelnen der uns anvertrauten Schützlinge zu finden. Deswegen dürfen wir fünf süße und gesunde Hunde auf unserer Webseite vorstellen, die adoptiert werden können: Gömbi, Mici, Kevin, Tobi und Hedi. Wir wünschen uns, dass die kleinen Racker schon bald ein schönes Für-immer-Zuhause finden.

Kastrationen und medizinische Versorgung

Viele Fellnasen im Gnadenhaus Kovacs sind alt und krank, von den Jungtieren sind nicht alle kastriert. Das Paradies für Tiere hat € 500 für Kastrationen bereit gestellt. Im Rahmen des Veterinärbesuches zur Kastration konnten mehrere Tiere von Grund auf untersucht werden. Bedauerlicherweise wurde bei einigen Hunden ein Tumor diagnostiziert. Die bisher untersuchten und kastrierten Hunde werden in der Fotogalerie vorgestellt.

 

Junghündin Lilike wurde 2015 auf einem Friedhof gefunden, Dort lebte sie als Streuner. Die Tierpatenschaft für Lilike wurde von Lisa R.-Z. übernommen.

 

Es ist Mitte September und Lilike wird zum Tierarzt gebracht.

 

Börni ist auch dabei.

 

Lilike noch ein wenig mitgenommen. Die Kastration verlief ohne Komplikationen.

 

Das ist Rüde Börni. Er ist schon recht alt und erblinded. Für Börni kann noch die Tierpatenschaft übernommen werden.

 

Bei der Voruntersuchung zur Kastration stellte sich heraus, dass Börni Blasenkrebs hat.

 

Börni wurde nicht kastriert. Inwieweit er medizinisch behandelt werden kann, ist noch unklar.

 
 
Hündin Darnika, vier Jahre alt, wurde vor dem Erschiessen gerettet. Die Tierpatenschaft für Darnika wurde von Jasmin K. übernommen.

 

Veterinär András József hat Darnika am 23. September kastriert. Die Operation verlief ohne Zwischenfälle.

 

Eine erschöpfte Darnika, die sich erst einmal von den Strapazen erholen muss.

 

Hundeoma Fehérke, 10 Jahre alt. Die kleine Maus ist halbblind. Für Fehérke kann noch die Tierpatenschaft übernommen werden.

 

Fehérke wartet auf ihre OP. So ganz geheuer ist ihr der Besuch beim Tierarzt nicht.

 

Hundedame Bogika, neun Jahre alt, ist eine ehemalige Zuchthündin, die aus den Händen der Welpenmafia gerettet wurde. Für Bogika kann noch die Tierpatenschaft übernommen werden.

 

Bogika wartet tapfer auf den Tierarzt. Auch ihre Kastration verlief ohne Komplikationen.

 

Hündin Kiri. Weitere Information folgt. Für Kiri kann noch die Tierpatenschaft übernommen werden.

 

Während der Voruntersuchung stellte sich heraus, dass Kiri einen Gesäugetumor (Mammatumor) hat. Dieser wurde während der Kastration entfernt. Kiri hat sich gut erholt.

 

Hündin Molly. Weitere Information folgt. Für Molly kann noch die Tierpatenschaft übernommen werden.

 

Leider wurde bei Molly ein Gesäugetumor (Mammatumor) und Blasenkrebs diagnostiziert, beides im Endstadium. Molly wurde nicht kastriert und wird wohl bald über die Regenbrücke geschickt werden müssen, um ihr ein qualvolles Ende zu ersparen.

Spendenaktion via betterplace.org

Trotz der ersten fantastischen Erfolge gibt es im Gnadenhaus Kovacs weiterhin viel zu tun. Insbesondere die tierärztliche Versorgung verursacht hohe Kosten, die das Paradies für Tiere nicht „mal so eben“ aus der Spendenkasse stemmen kann. Deswegen hat unsere Spendenverantwortliche Susanne Fries eine Online-Spendenaktion ins Leben gerufen, mit dem ehrgeizigen Ziel € 3.000 zu sammeln. Schaffen wir das? Wir möchten uns schon jetzt ganz herzlich bei allen Spendern bedanken!